Rückblick auf die 2. waldgarten.global Exkursion 2026 nach Niederösterreich
© Florian Schanznig, 2026
Waldgärten erleben: Drei Stationen voller Inspiration
Wie vielfältig kann ein Waldgarten sein? Welche essbaren Pflanzen wachsen auch unter ungewöhnlichen Bedingungen? Und was können wir von Menschen lernen, die bereits seit Jahren mit unterschiedlichen Waldgartensystemen experimentieren?
Diesen Fragen gingen wir bei unserer waldgarten.global-Exkursion von Freitag, 26. bis Sonntag, 28. Juni 2026 in Niederösterreich nach. Unsere Reise führte uns zu Roland Teufl nach Allhartsberg bei Amstetten, zu Anna und Reinhard Engelhart auf den Biohof Grüner Engel in Inzersdorf ob der Traisen und schließlich in den Alchemistenpark nach Kirchberg am Wagram. Drei Stationen, drei unterschiedliche Zugänge – und jede Menge Anregungen für die eigenen Waldgartenprojekte.
Ankommen, kennenlernen und gemeinsam losziehen
Erstmals hatten wir die Exkursion so organisiert, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit längerer Anreise bereits am Vortag eintreffen konnten. Viele von uns kannten einander bis dahin hauptsächlich aus unseren Online-Kursen und unseren Online-Stammtischen. Beim gemeinsamen Abendessen am Freitag wurde schnell deutlich, wie anders es ist, den Menschen hinter den Bildschirmgesichtern persönlich zu begegnen.
Aus dem digitalen Austausch wurde ein lebendiges Miteinander. Erfahrungen, Fragen und Ideen konnten unmittelbar geteilt werden – und damit war der Boden für zwei intensive Exkursionstage bereitet.
Hinweis: einen kleinen Rückblick auf unsere erste Exkursion nach Bayern 2025, könnt ihr hier nachlesen …
1. Die Waldgartenallmende in Allhartsberg: Gemeinsam essbare Landschaft gestalten
Unsere erste Station war die rund 1.500 Quadratmeter große, öffentlich zugängliche Waldgartenallmende in Allhartsberg. Sie zeigt, wie Waldgartenprinzipien über den privaten Garten hinausreichen können.
Hier wird naturnahes Gärtnern gemeinschaftlich gedacht: Auch Menschen ohne eigenen Garten erhalten die Möglichkeit, essbare Pflanzen kennenzulernen und die Idee einer nachhaltigen, selbst gestalteten Nahrungslandschaft unmittelbar zu erleben.
© Florian Schanznig, 2026
© Florian Schanznig, 2026
Besonders schön fanden wir die Verbindung der Allmende mit dem öffentlichen Freibad und dem Kiosk einer Caritaseinrichtung. Spannend waren auch die ergänzenden Pflegemaßnahmen durch die Gemeinde. So entsteht ein Ort, an dem unterschiedliche Nutzungen, gemeinschaftliches Engagement und ökologische Gestaltung zusammenkommen.
Roland Teufl führte uns mit beeindruckendem Fachwissen durch die Pflanzenwelt. Dabei ging es nicht nur darum, Arten und Sorten kennenzulernen. Seine feinfühlige Art, Pflanzen zu beobachten und ihre Eigenschaften zu vermitteln, lud dazu ein, genauer hinzuschauen und die eigene Neugier zu stärken. Das unmittelbare Verkosten von Blättern und Früchten machte die Vielfalt mit allen Sinnen erfahrbar.
Besonders beeindruckten uns exotische Fruchtgehölze wie Kaki, Maulbeere und Granatapfel sowie der Einsatz von Pioniergehölzen wie Lärche und Grauerle. Sie regten dazu an, gewohnte Pflanzkombinationen zu hinterfragen und neue Möglichkeiten für die Gestaltung eines Waldgartens auszuloten.
Ein weiteres Highlight war der Solartrockner, bei dem ein Solarventilator mit einem Ofen kombiniert wird. Roland zeigte uns, wie sich technische Lösungen in ein vielseitiges Waldgartenkonzept integrieren lassen.
Beim gemeinsamen Mittagessen konnten wir Produkte aus Rolands Garten verkosten. Auch Nudeln von seinem zweijährigen Roggen standen auf dem Tisch. Wieder wurde deutlich: Ein Waldgarten ist nicht nur ein Ort zum Pflanzen und Ernten. Er kann auch Ausgangspunkt für Verarbeitung, Vorratshaltung und neue kulinarische Erfahrungen sein.
Hier ein Hinweis zu unserem Online-Seminar mit Dipl.Ing. Roland Teufl: „Permaveggies im Waldgarten“, und auch noch ein Link zu einen Video von Dipl.Ing. Roland Teufl auf unserem YouTube Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=PCwyui7QyPc
2. Rolands Waldgarten und Baumschule: Vielfalt vermehren und nutzen
Am Nachmittag vertieften wir unsere Eindrücke in Rolands eigenem Waldgarten und seiner Baumschule. Hier rückten die praktische Umsetzung und die Vermehrung von Gehölzen stärker in den Mittelpunkt.
Rolands Garten ist auf eine hohe Artenvielfalt ausgerichtet. Beim Rundgang konnten wir zahlreiche Bäume und Sträucher kennenlernen und die Vielfalt des möglichen Nahrungsangebots unmittelbar erleben. Früchte, Beeren und Blätter wurden nicht nur betrachtet, sondern auch verkostet.
Dabei entstand ein besonderes Gefühl der Nähe zur Natur: Viele Pflanzen, die im Alltag wenig Beachtung finden, eröffnen im Waldgarten zusätzliche Möglichkeiten für Ernährung und Nutzung. Die Vielfalt geht weit über die klassischen Obstsorten hinaus.
© Florian Schanznig, 2026
Ein Baum rückte besonders in den Mittelpunkt: die Maulbeere. Roland zeigte uns, welche unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten sie bietet. Das führte zu einer lebhaften Diskussion und vermutlich hat dieser vielseitige Baum an diesem Tag einige neue Bewunderer gewonnen.
© Florian Schanznig, 2026
In der Baumschule gab es anschließend viele konkrete Hinweise zur Vermehrung verschiedener Bäume und Sträucher. Wir erfuhren mehr über unterschiedliche Vermehrungsmethoden und konnten die praktischen Fragen stellen, die sich bei der Umsetzung im eigenen Garten ergeben. Wer wollte, hatte außerdem Gelegenheit, Pflanzen zu erwerben.
Gerade für Menschen, die ihren Waldgarten erst aufbauen, sind solche Einblicke besonders wertvoll: Die Auswahl geeigneter Arten ist nur ein Teil der Planung. Ebenso wichtig ist das Wissen, wie sich Pflanzen vermehren lassen und wie man die gewünschte Vielfalt Schritt für Schritt entwickeln kann.
Nach einem heißen, eindrucksvollen Tag ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Besuch eines traditionellen Heurigen in Inzersdorf ausklingen. Zeit für Gespräche, neue Kontakte und den Austausch über das Gesehene gab es reichlich.
3. Die Waldgärten am Biohof Grüner Engel: Vom Gestaltungskonzept zur Wertschöpfung
Am Samstag besuchten wir in Inzersdorf ob der Traisen den Biohof Grüner Engel von Anna und Reinhard Engelhart. Der Biohof verbindet traditionellen Acker- und Gemüsebau mit innovativen Waldgartensystemen. Die dort erzeugten Produkte – unter anderem aus Sanddorn, Marille, Walnuss und Holunder – werden mit viel Sorgfalt und Experimentierfreude verarbeitet und über regionale Absatzwege vermarktet.
Bei der Führung durch zwei hofeigene Waldgärten erhielten wir zahlreiche konkrete Einblicke in die Umsetzung von Permakulturprinzipien. Hier wurde deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur die Bepflanzung zu planen, sondern auch Pflege, Ernte, Verarbeitung und Vermarktung von Anfang an mitzudenken.
© Florian Schanznig, 2026
© Florian Schanznig, 2026
Zwei Pflanzen standen besonders im Fokus: Sanddorn und Spargel.
Beim Spargel lernten wir einen Ansatz kennen, bei dem der Zeitpunkt der Mahd eine wichtige Rolle spielt. Wird die Wiese einmal jährlich Mitte bis Ende April gemäht und danach weitgehend ungestört ihrem natürlichen Verlauf überlassen, können sich die Spargelpflanzen über die Fläche verteilen. Das Beispiel zeigte eindrücklich, wie stark die Bewirtschaftung und der richtige Zeitpunkt eines Eingriffs die Entwicklung einer Bepflanzung beeinflussen können.
Reinhard erläuterte außerdem die Vermehrung von Sanddorn über Ableger. Besonders großes Interesse weckten die verschiedenen Sortenmöglichkeiten. Gerade bei einer Kultur, die sowohl für den Garten als auch für die Verarbeitung interessant ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die Auswahl des Pflanzmaterials.
Anschließend ging es zurück zum Waldgarten an der Waldgartenmanufaktur. Auch die Waldgartenmanufaktur und das Regenwasser-Sammelsystem mit integriertem Schwimmteich waren interessante Stationen. Reinhard stellte uns verschiedene Kulturformen vor; besonders anschaulich war das Beispiel des dynamischen Agroforstes.
Die Besichtigung machte deutlich, dass es nicht das eine Waldgartensystem gibt. Unterschiedliche Flächen, Nutzungsziele und Standortbedingungen verlangen nach individuellen Lösungen. Entscheidend ist, die jeweiligen Zusammenhänge zu verstehen und die Gestaltung an die eigenen Möglichkeiten anzupassen.
Ein weiterer Höhepunkt war die kulinarische Versorgung durch Anna Engelhart. Die Verkostung machte erlebbar, welches Potenzial in den Produkten eines vielfältigen Waldgartens steckt. Sie verdeutlichte zugleich, wie wichtig es ist, Menschen nicht nur von einer Idee zu erzählen, sondern sie die Ergebnisse auch schmecken zu lassen.
© Florian Schanznig, 2026
© Florian Schanznig, 2026
4. Der Alchemistenpark in Kirchberg am Wagram: Die essbare Vielfalt entdecken
Den Abschluss unserer Exkursion bildete der Alchemistenpark in Kirchberg am Wagram. Die ab 2007 angelegte Permakulturanlage versammelt heute rund 300 Arten. Sie zeigt, wie vielfältig eine essbare Landschaft gestaltet werden kann.
Neben bekannten Früchten wie Kirschen und Marillen finden sich hier seltene und alte Obstsorten sowie weniger bekannte essbare Pflanzen. Das Konzept reicht von ein- und mehrjährigen Obstarten über essbare Nüsse bis zu Gemüse und Gewürzen, die auf Sträuchern oder Bäumen wachsen.
Gerade diese Vielfalt eröffnet neue Perspektiven für die eigene Gartengestaltung. Sie lädt dazu ein, über vertraute Kulturen hinauszudenken, neue Arten kennenzulernen und die Auswahl an essbaren Pflanzen an Standort und Klima anzupassen.
Gemeinsam mit Sigi Tatschl erkundeten wir die Anlage. Im Schatten entwickelte sich eine Gesprächsrunde, in der neben den Pflanzen auch grundsätzliche Fragen und Gedanken Platz fanden. Sigi gab Einblicke in seine Arbeit und lenkte unseren Blick erneut auf die Schätze der Natur, die oft direkt vor unserer Haustür wachsen.
© Florian Schanznig, 2026
© Florian Schanznig, 2026
Auch hier durfte das Geschmackserlebnis nicht fehlen: Sigi führte uns mit seinen Waldgartenprodukten an neue Aromen heran. Die Verkostung zeigte, wie viel Potenzial in weniger bekannten Früchten und Sorten steckt – und wie unmittelbar sich Begeisterung für essbare Pflanzen wecken lässt.
Ein wichtiger Gedanke blieb dabei hängen: Bei der Sortenvielfalt gibt es noch viel Luft nach oben. Wer seinen Garten erweitert, kann nicht nur neue Geschmackserlebnisse schaffen, sondern auch dazu beitragen, dass weniger bekannte Pflanzen wieder stärker wahrgenommen und genutzt werden.
Besonders schön ist, dass der Austausch nicht mit dem Ende der Exkursion aufhört. Bei den monatlichen Online-Stammtischen von waldgarten.global können Fragen, die erst im Nachhinein auftauchen, weiter vertieft werden.
So bleibt von einer gemeinsamen Reise ein fortlaufender Lernprozess.
Was wir mit nach Hause nehmen
Die beiden Exkursionstage haben uns gezeigt, wie unterschiedlich Waldgärten gestaltet und genutzt werden können: als öffentlich zugänglicher Gemeinschaftsgarten, als artenreicher privater Waldgarten mit Baumschule, als Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs oder als essbare Landschaft mit einer großen Vielfalt an Arten.
Trotz dieser Unterschiede verbindet die besuchten Orte eine gemeinsame Haltung: genau beobachten, experimentieren, voneinander lernen und die Möglichkeiten essbarer Pflanzen immer wieder neu entdecken.
Für die eigene Planung lassen sich viele Fragen mitnehmen: Welche Arten passen zum jeweiligen Standort? Welche Pflanzen lassen sich miteinander kombinieren? Wie können Vermehrung und Pflege langfristig organisiert werden? Welche Erzeugnisse möchte ich nutzen oder verarbeiten? Und wie kann ich andere Menschen für die Vielfalt eines Waldgartens begeistern?
Die vielen praktischen Hinweise und Gespräche haben unsere Wissenssammlung erweitert und neue Ideen angestoßen. Manche Anregung wird vielleicht schon bald in einem unserer Gärten umgesetzt, andere muss erst weiter durchdacht oder ausprobiert werden. Gerade das macht den Reiz solcher Begegnungen aus: Man kehrt nicht nur mit Antworten zurück, sondern auch mit neuen Fragen.
Unser herzlicher Dank gilt Roland Teufl, Anna und Reinhard Engelhart sowie Sigi Tatschl für ihre Zeit, ihre Offenheit und die vielen Einblicke in ihre Arbeit. Ebenso danken wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mit ihren Fragen, Erfahrungen und Gesprächen zum Gelingen der Exkursion beigetragen haben.
Wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Reise – und auf alles, was aus den gesammelten Eindrücken in unseren Waldgärten wachsen wird.
Aus der Praxis: Tipps und Anregungen aus der Exkursion
Die folgenden Notizen bündeln ausgewählte Hinweise, Beobachtungen und Gesprächsimpulse aus den beiden Exkursionstagen. Sie sind als Erinnerung und Anregung für die eigene Beschäftigung mit Waldgärten gedacht. Standort, Sorte, Klima und konkrete Anwendung sollten vor der Umsetzung jeweils geprüft werden.
Gehölze, Sorten und Pflanzkombinationen
- Maulbeere: Vermehrung über Steckholz, grüne Stecklinge oder Absenker wurde angesprochen. Auch die Nutzung der Blätter – etwa getrocknet und gemahlen – war ein Thema.
- Kaki: Wurde als interessante Kultur für warme, trockene Bedingungen diskutiert. Auch Schnitt, Ernte und mögliche Verarbeitung zu Trockenfrüchten kamen zur Sprache.
- Sanddorn: Reinhard zeigte die Vermehrung über Ableger; auch die Sortenauswahl wurde ausführlich besprochen.
- Indianerbanane (Pawpaw): Als wichtiger Standortfaktor wurde ein nährstoffreicher, feuchter Boden genannt.
- Nashibirne: Als mögliche Lagersorte wurde „Kumoi“ erwähnt; außerdem fiel der Hinweis auf die Baumschule Schafnase.
- Pfirsich und Mandel: Die Möglichkeit einer gegenseitigen Bestäubung bei übereinstimmender Blütezeit wurde angesprochen. Die Eignung hängt von Sorte und Blühzeitpunkt ab.
- Lärche und Apfel: Eine Kombination mit der Lärche als Pionierbaum wurde diskutiert. Dabei ist zu beachten, wann die Beschattung zu stark wird.
- Koreanische Kiefer: Wurde wegen ihrer essbaren Samen erwähnt.
- Ölweide und Korallenölweide: Aufasten und verschiedene Vermehrungsmöglichkeiten wurden thematisiert.
- Kiwi: Als mögliche Kombination mit Bäumen wurde eine Gilde aus Walnuss, Ölweide und Kiwi vorgeschlagen. Die konkrete Eignung sollte für die jeweiligen Arten und Standorte geprüft werden.
- Holunder und Wein: Wurden als mögliche gemeinsame Kultur angesprochen.
- Süßquitte: Es wurde auf Sorten hingewiesen, deren Früchte auch roh genießbar sein können.
- Mispel: Eine großfrüchtige, kernarme Form wurde erwähnt; der genaue Sortenname ist noch zu klären.
Pflege, Vermehrung und Bodenschutz
- Feigen: Als Vermehrungsmethode wurden Stecklinge in sandigem Kompost genannt. Auch tieferes Pflanzen zum Schutz vor Frost und eine strauchförmige Erziehung wurden diskutiert.
- Air-Pots und Luftbeete: Wurzelentwicklung und die Vermeidung kreisender Wurzeln waren wichtige Themen.
- Baumscheiben mulchen: Eine schichtweise Mulchtechnik wurde vorgestellt. Wichtig ist, den Stammfuß frei zu halten, damit keine Staunässe oder Fäulnis begünstigt wird.
- Gehölzhäcksel: Die Mischung aus groben und feinen Bestandteilen wurde als interessant für die Bodenpflege angesprochen. Zeitpunkt und Anwendung sollten an Gehölz und Standort angepasst werden.
- Pflanzzeitpunkt: Warmer Boden im Frühjahr beziehungsweise frühsommerliche Bedingungen wurden im Zusammenhang mit dem Anwachsen bestimmter Pflanzen diskutiert. Der geeignete Zeitpunkt ist jedoch art- und standortabhängig.
- Sommer- und Pflegeschnitt: Die Schnittverträglichkeit von Maulbeeren und Kakis sowie Möglichkeiten der gezielten Kronenpflege waren Teil des Erfahrungsaustauschs.
- Speiselaub und Schneiteln: Linde, Ulme und Maulbeere wurden als mögliche Gehölze zur Nutzung von Blättern erwähnt. Zeitpunkt, Verträglichkeit und sichere Verwendung sind für jede Art gesondert zu prüfen.
Essbare Pflanzen und neue Geschmackserlebnisse
- Taglilien, darunter die Zitronentaglilie, wurden als essbare Blütenpflanzen angesprochen.
- Süßdolde wurde als mögliche Pflanze für halbschattige bis schattige Standorte und für Süßspeisen oder Salate erwähnt.
- Auch Funkien und „Fette Henne“ kamen als mögliche essbare Pflanzen zur Sprache. Vor einem Verzehr müssen Art und Sorte eindeutig bestimmt und die Eignung geprüft werden.
- Für die Bestimmung von Kriecherln wurde auf ein Fischgrätenmuster am Steinkern hingewiesen.
- Bei der Verarbeitung von Beeren wurden kleine Gläser und die Möglichkeit einer zuckerarmen Zubereitung mit Pektin diskutiert. Für haltbare Konserven sind geeignete, geprüfte Einkochverfahren entscheidend.
- Sanddorn, Kaki und andere weniger bekannte Früchte bieten Möglichkeiten für neue Produkte und Geschmackserlebnisse.
Gestaltung, Ökologie und Vermittlung
- Obst- und Nussgehölze wurden häufig in Gruppen betrachtet; zugleich wurde die Bedeutung ausreichender Lichtverhältnisse betont.
- Die Rolle von Pioniergehölzen, lockeren Kronendächern und unterschiedlichen Beschattungsebenen war ein wiederkehrendes Thema.
- Die Idee, Pflege und Gestaltung als dynamischen Prozess zu verstehen, zog sich durch mehrere Stationen.
- Verkostungen können helfen, Menschen für unbekannte Obst- und Waldgartenprodukte zu begeistern.
- Für die Vermarktung neuer Kulturen ist es wichtig, Menschen die Produkte bekannt zu machen und konkrete Verwendungsmöglichkeiten zu zeigen.
- Gemeinschaftlich genutzte Gartenräume können flexibel gestaltet werden, damit Menschen sie auf unterschiedliche Weise nutzen können.
- Die monatlichen Online-Stammtische bieten die Möglichkeit, offene Fragen nach der Exkursion weiter zu vertiefen.
Literatur- und Linkempfehlungen
- Sigi Tatschl: Mulchen auf Baumscheiben als Schlüsseltechnik
- Helmut und Adele Pritz: Kochbuch zu den essbaren Landschaften – Buchvorstellung
- Pirc, A. & H. (2021): Besondere Obstarten. Anbau und Rezepte von Indianerbananen, Apfelbeere & Co.
- Jan Haft: Bücher und Filme zum Thema Wildnis – Informationen zu Jan Haft
- Eat Food: Diet Questions Answered by Science – Buchangebot bei AbeBooks
- Bernhard Kegel: Die Ameise als Tramp – Buch bei Amazon
- Sigi Tatschl: 555 Obstsorten für den Permakulturgarten und -balkon – Löwenzahn Verlag
- Hannelore Zech: Dein Weg zum essbaren Waldgarten. Gesund selbstversorgt durchs ganze Jahr – Battenberg Bayerland Verlag
Redaktioneller Hinweis: Die ursprüngliche Mitschrift enthält weitere Einzelnotizen zu Vermehrung, Schnitt, Pflanzkombinationen und ökologischen Zusammenhängen. Vor einer Veröffentlichung als konkrete Handlungsempfehlungen sollten diese fachlich überprüft und bei Bedarf präzisiert werden.













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